Presseartikel

Märkische Allgemeine 06.09.2004

Im Zeichen der Liebe

Ausstellung sowie Gospelkonzert lockten in die Klosterkirche

Von Juliane Köppel

Neuruppin. Wie ist die Liebe? Jennifer aus der Klasse 6b beschreibt es: "Die Liebe ist schön, weil man jemanden hat, dem man vertrauen kann. Man kann sich cool fühlen, wenn man mit einem Freund durch die Straßen geht und alle einen anstarren. Wenn man sich liebt, verzeiht man sich auch mal. Die Liebe hört nie auf auf der Welt, denn sie ist schön". Das brachte sie wie viele andere Kinder auf Papier, das seit Freitag in der Ausstellung "Das ist alles Liebe" in der Klosterkirche zu sehen ist. Die Arbeiten zu diesem Thema stammen von Schülern der Karl-Liebknecht-Grundschule und der Grundschule Gildenhall. Im Zuge des Religionsunterrichts wurde mit den Kindern über die Liebe gesprochen und diese schrieben oder malten ihre Gedanken dazu auf. "Es ist Liebe, wenn: Menschen Arme Essen geben", kritzelten Tim und Martin aus der ersten Klasse auf ihr Blatt. Die Ausstellung, die noch bis zum 14.Oktober im Gemeinderaum der Klosterkirche gezeigt wird, definiert drei Ebenen der Liebe: die Liebe zu Gott, zu anderen Menschen und zu sich selbst. Auf Silberpapier schrieben die Kinder somit für die "dritte Ebene", was sie an sich mögen. Es war zu lesen: " Ich finde es gut, dass ich lustig sein kann und Tischtennis spiele", "Ich bin kuschlig". Richard aus der ersten Klasse schrieb: "Ich bin kluck und habe ales einzen".

Doch nicht nur die entzückende "Das ist alles Liebe"-Ausstellung lockte am Freitag Besucher in die Neuruppiner Klosterkirche, denn im Anschluss an die Vernissage fand ein Konzert des Gospelchores "The Berlin Star Singers" statt. Die rund zwanzig Sängerinnen verwandelten mit den fulminanten Rhythmen der Songs und der erstklassigen Umsetzung von Gospelmelodien die zahlreichen Besucher in eine ausgelassene Menge. Mit Johlen und euphorischem Applaudieren wurde der Chor unter der Leitung von Bernhard Grieser für Lieder wie "Amazing Grace", "Swing low, sweet chariot" oder "Love can move mountains" belohnt.

Die Sängerinnen verstehen sich als Botschafter für Liebe, Hoffnung und Glaube. "Verändere dich!", "Schenke deinem Nächsten öfter mal ein Lächeln" oder "Alles ist schöner, wenn man mehr Liebe im Herzen hat", predigte Grieser. Ohne Zweifel war das Publikum von der Lebensfreude, die der Chor ausstrahlte und dem energetischen Gesang wie entfesselt. So forderten sich die Zuhörer noch etliche Zugaben ein. Als die "Berlin Star Singers" nun das bekannte "Oh happy Day" sangen, hielt es keinen Besucher mehr auf den Klosterbänken. Hingerissen klatschten oder sangen sie mit und wiegten sich im Takt des Liedes. Mit Standingovation zeigte das Publikum: Es war vom Konzert mehr als begeistert.





Berliner Morgenpost 18.10.2002

Singen für mehr Toleranz

Von Oliver Heilwagen

Wer anderen viel Gutes tut, darf sich selbst auch einmal etwas gönnen. Die Deutsche Welthungerhilfe feiert ihren 40. Geburtstag in Berlin mit einem halben Dutzend Galaabenden bis Anfang Dezember von der Modenschau bis zum Jazzgastspiel. Erster Höhepunkt ist das heutige Konzert der "Berlin Star Singers" im Französischen Dom.

Die 40 Sänger des Gospelchors unter der Leitung von Bernhard Grieser tragen nicht nur Klassiker des Genres wie "Swing low, sweet chariot" und "Amazing grace" vor, sondern haben auch zeitgenössisches Liedgut im Repertoire. Das Spektrum reicht von Soul-Evergreens wie "Respect" von Aretha Franklin über den 20 Jahre alten A-capella-Song "Caravan of love" der Housemartins und "Like a prayer" von Madonna bis zu neueren Charthits wie "Shine" von Vanessa Amorosi. Selbst Michael Jacksons "Man in the mirror" wird von den Sternensingern vergospelt. Durch das Programm unter dem Motto "Free! Eine musikalische Huldigung an die Toleranz" führt die TV-Moderatorin Andrea Ballschuh.





Ruppiner Anzeiger 24.08.2002

Star Singers frenetisch gefeiert

Begeistertes Publikum in der Klosterkirche verlangte drei Zugaben

Von Petra Gröbel

Neuruppin. Ein musikalischer Leckerbissen der Sonderklasse wurde etwa 200 Besuchern der Neuruppiner Klosterkirche am Freitagabend geboten. The Berlin Star Singers hatten sich angesagt und mit ihnen fast zwei Stunden feinster Soul- und Gospelmusik.

Mit so bekannten Titeln wie "Put a little love in your heart" sprang der Funke zum Publikum schnell über, und so sang nicht nur der Chor, sondern auch die Gospel begeisterten Zuhörer. Wer nicht singen konnte, klatschte oder schnippste mit den Fingern. Vorrangig stellte der Chor seine neue CD "Like a prayer" vor, aber natürlich gaben die 23 Künstler auch ältere Stücke zum Besten.

Auffällig war, dass der eigentlich gemischte Chor momentan, abgesehen von Chorleiter Bernhard Grieser, nur einen Mann in seinen Reihen hat. Sind Männer vielleicht nicht so für Soul und Gospel zu begeistern? Bernhard Grieser sieht das gelassen. "Natürlich gibt es auch männliche Bewerber, und wir werden auch sicher noch mehr Männer aufnehmen." Der Chor möchte den Gospel, der als religiöse Musik der schwarzen Bevölkerung Amerikas bekannt wurde, nach Europa holen und ihm eine eigene europäische Note verleihen.

Zwei Titel der aktuellen CD hat Grieser selbst geschrieben, der Rest sind Coverversionen, wie beispielsweise der weltbekannte Madonna-Hit und Titelsong "Like a prayer". Dieser war eigentlich als krönender Abschluss des eineinhalbständigen Konzertes gedacht. Aber so einfach ließen die begeisterten Zuhörer die Akteure nicht ziehen. Mit stehenden Ovationen verlangte das Publikum nach einer Zugabe. Die bekam es auch, und noch eine zweite und dritte. Der Chor genoss sichtlich die Begeisterung und hängte 15 Minuten Verlängerung gern ran.

Die Reaktionen waren dann auch einstimmig. "Es hat mir sehr gut gefallen. Das Konzert hat sich wirklich gelohnt." So begeistert wie Juliane Witt aus Neuruppin waren auch weiter angereiste Besucher, zum Beispiel Kathrin Dallmann, die als Betreuerin einige Jugendliche aus einer Wohngemeinschaft in Rohrlack zum Konzert begleitete: "Ich habe schon einmal ein Konzert in einer Gospel-Church in den USA erlebt und fand es toll." Und auch ihrem Schützling Stefan Summenmeier hat das Konzert gut gefallen.

Derzeit setzt sich der Chor aus Berlinern und Brandenburgern zusammen. Aber Bernhard Grieser ist an neuen Talenten immer interessiert. Man muss auch keine Gesangsausbildung vorweisen können. Liebe zur Musik und zum Gesang und natürlich eine gute Stimme sind die Voraussetzungen.

In der nächsten Woche geben The Berlin Star Singers auf der Insel Usedom drei Konzerte. "Unsere Auftritte dort sind inzwischen schon Tradition" erklärt Bernhard Grieser. Auch in den alten Bundesländern würden sie gern öfter gastieren. Bisher waren sie nur in Hessen. Ein Engagement im Ausland steht auf der Wunschliste des Chores ebenfalls ganz oben.





Berlin Gospel Web 10.04.2002

Musikalische Sternstunde

Die Berlin Star Singers sangen im Evangelischen Gemeindezentrum Marzahn

Von Christoph Zschunke

"Die wissen, wovon sie singen...", so eine Frau nach dem Konzert, als sie gefragt wurde, wie es ihr gefallen hat. Was ist wohl der Grund dafür, dass diese 22 jungen Frauen (und ein Mann, der Quote wegen?) mit ihrer musikalischen Botschaft so überzeugen können? Es sind nicht die Sternchen auf ihren T-Shirts, vielleicht eher die in ihren Stimmen, mit denen sie uns eine musikalische Sternstunde gegeben haben. Wir haben dankbar angenommen, und dieses Geben und Nehmen bei einem Gospel- und Soulkonzert ist wohl auch das Geheimnis der Atmosphäre.


Nicht nur der ausgewogene Sound des Chores sowie das sichere Intonationsgefühl, am besten zu hören bei A cappella Titeln, sondern eben auch die Ausstrahlung der einzelnen Sängerinnen, ob im Chor oder bei solistischen Passagen, lässt aufhorchen, reißt mit und macht so ein Konzert für alle Beteiligten zu einem Erlebnis, das noch länger nachklingen kann. Es wäre zu wenig, wenn es dem Publikum nur so gefallen hätte, vielmehr sind wir unter der Leitung des Chorleiters Bernhard Grieser zu Akteuren und Mitsängern geworden. Diese Brücke schafft die Atmosphäre für gemeinsames Feiern und Beten.


Auch die Band (Drums/Bass/Gitarre) hat sehr gefühlvoll arrangiert und begleitet. Nur gelegentlich gab es soundmäßige Irritationen insofern, dass die Begleitung nicht ideal mit dem Chorsound verschmelzen konnte, was wohl am sehr bescheiden gehaltenen technischen Equipment lag. Aber wer kennt das Problem der technischen Aussteuerung in Kirchenräumen nicht?

Alles in allem ein gelungener Abend, bleibt zu wünschen, dass es bald gute Verstärkung der einen Männerstimme gibt, jedenfalls lassen sich die weiblichen Sternchen davon bestimmt nicht aus der Fassung bringen, musikalisch jedenfalls...





Neues Deutschland 13.03.2002

Sterne klingen hoffnungsvoll

The Berlin Star Singers setzen auf Lebensfreude

Von Almut Schröter

Sie wollen, dass bei ihrem Gesang ein Funke überspringt, und das schaffen sie auch. The Berlin Star Singers, spezialisiert auf Soul und Gospel, setzen bei ihren Konzerten auf Lebensfreude und gutes Gefühl.

Seit 1997 gibt es den Berliner Chor, der inzwischen 25 Sängerinnen und Sänger vereint. Ihre Stimmen sind allesamt gut ausgebildet und klar. Ausgewühlt und geschult wurden sie von Beginn an von Bernhard Grieser. Sein Konzept verrät Respekt vor dem amerikanischen Gospel, aber keine simple Nachahmung. Grieser strebt nach der europäischen Interpretation. Er schreibt die Chorsätze und Arrangements selbst. Mit den Jahren ist er dabei mutiger geworden. Widmete er sich zunächst allein dem Gesang, reicht seine akribische Aufmerksamkeit nun auch fär die Konzerte begleitende Musiker.

Die Truppe brachte selbst ihre zweite CD heraus. "Like a prayer" weist auf Gospelursprünge, bietet jedoch von der Titel gebenden Star-Singers-Variante des Madonna-Originals über den Klassiker "Oh happy day" allerhand bis zu dem von Grieser selbst komponierten "I guess it must be love". Das und mehr lassen die Singers bei ihrem aktuellen Programm "Shine" hören. Dabei glänzen (und auch das setzt den künstlerischen Leiter ins beste Licht) gleich mehrere Solistinnen.





Berliner Morgenpost 03.12.2001

Moderne Sternsinger

Der Gospelchor "The Berlin Star Singers" läuft im Advent zu Hochform auf

Von Helmut Herold

Lichtenberg "Wir sind jung, wir sind hübsch und wir singen die Lieder der Stars!" Wer so selbstbewusst seine Vorzüge herausstellt, neigt entweder zur Überheblichkeit oder weiß, dass er wirklich etwas kann. Letzteres trifft auf den Lichtenberger Soul- und Gospelchor "The Berlin Star Singers" ohne Zweifel zu. Wobei Lichtenberg, genauer gesagt das Wohngebietszentrum "Storkower Bogen" an der Storkower Straße 207, lediglich der Probenort für die derzeit 21 Frauen und einen Mann (neben Chorleiter Bernhard Grieser) ist. "Wir bringen Songs mit einer besonderen Botschaft", sagt Chor- Managerin Kathrein Weinhold. Es gehe zum Beispiel um Mut, Liebe, Glaube und Hoffnung. "Unser Ziel ist, dass die Leute mit einem Funkeln im Auge vom Konzert nach Hause gehen" sagt Frau Weinhold. Die Sänger sind in nahezu allen Bezirken zu Hause. Sie sind zwischen 17 und 37 Jahre alt, Schüler, Studenten, Azubis und Angestellte und proben einmal pro Woche zusammen. Dazu kommen etwa 30 Auftritte im Jahr, davon zehn in der Vorweihnachtszeit. "Wir investieren sehr viel Zeit, aber wir machen das gern, weil es uns Spaß macht", sagt Sabine Flohr. "Es ist mehr als ein Hobby", ergänzt Andrea Runge, die den freundschaftlichen Zusammenhalt im Chor hervorhebt. Es ist die besondere Musik, die sie motiviert: Gospel. Das Wort kommt aus dem Englischen und bedeutet Evangelium. Gospel hat seinen Ursprung in den Spirituals der schwarzen amerikanischen Sklaven. Im Laufe des 20. Jahrhunderts entstand daraus, parallel zu Blues und Jazz, eine lebendige christliche Musik. "Unser Chor hat aber keinen Bezug zu den Sternsingern der katholischen Kirche", sagt Chor- Manager Kathrein Weinhold. Eher zu den Großen der Musik. Der erste Titel des Chores war denn auch "Any Time You Need A Friend" von Mariah Carey. Angefangen hat der Chor 1997 mit sieben Sängern. "Ich hatte einige Schüler, die mehr machen wollten", erinnert sich Grieser, der als privater Gesangslehrer arbeitet. Bereits nach vier Wochen hatten sie den ersten Auftritt. Inzwischen gibt es zwei CDs. 1999 erhielten sie den Publikumspreis beim Chorwettbewerb im Gutshaus Mahlsdorf. "Ihr dürft nicht neben dem Titel stehen", fordert Grieser bei den Proben. Er erwartet, dass der Einsatz der Stimme, der Mimik und Gestik und des ganzen Körpers immer mit dem Liedtext übereinstimmen. Ein von ihm entwickeltes, neues Erklärungsmodell für die menschliche Stimme erlaubt es ihm, die jeweiligen Möglichkeiten seiner Sänger besser zu erkennen und auszunutzen. Das Ergebnis ist ein kraftvoller, mehrstimmiger Gospelgesang. Konzerte: 8. Dezember, 20 Uhr im Freizeitforum Marzahn, Marzahner Promenade 55; 16. Dezember, 17 Uhr, Alte Pfarrkirche Lichtenberg, Möllendorffstraße 33. Kartenbestellung unter 97 60 74 11.